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< Rothenburger Diskurse
28.02.2018 14:14 Alter: -7 days

Tilman Riemenschneider in Rothenburg und Creglingen

Bildwerke im Zeichen der Kirchenreform


Mittwoch, 28. Februar, 20 Uhr, Städtischer Musiksaal

Innerhalb der Kunstgeschichte Rothenburgs um 1500 kam den Aufträgen an den Würzburger Bildhauer Tilman Riemenschneider wie auch seiner unmittelbaren Nachfolge ein besonderer Stellenwert zu. Dies spricht zum einen für eine offensichtlich große Wertschätzung seines Talents als virtuoser Bildschnitzer, zum anderen aber auch für die Bedeutung, die vonseiten der Auftraggeber der religiösen Aussage seiner Kunst beigemessen wurde. Riemenschneider zählt zu jenen dürerzeitlichen Künstlern, die sich in ihrem Schaffen einer altkirchlichen Reformpolitik verpflichtet sahen und unter diesem Aspekt einen wesentlichen Beitrag leisteten. Vor allem in den Rothenburger Werken ist, von der Forschung bisher kaum näher beleuchtet, ein bildreformerischer Ansatz deutlich greifbar, der sich übrigens in der Reichsstadt bis hin zum Hochaltarretabel Friedrich Herlins in St. Jakob zurückverfolgen lässt. Man trifft hier offensichtlich auf sehr ausgeprägte reformerische Bestrebungen, die sich heute allerdings in erster Linie nur noch über den überlieferten, auch zunehmend neu erschlossenen Bestand an Kunstzeugnissen zu erkennen geben. Der Vortragende war Kustos für die nordalpine mittelalterliche Bildhauerkunst an der Berliner Skulpturensammlung, zuletzt bekleidete er dort die Funktion des stellvertretenden Direktors. An der Technischen Universität Berlin lehrt er Kunstgeschichte als Honorarprofessor. In den Jahren 1977-1981 leitete er zusammen mit dem Restaurator Eike Oellermann ein von der Volkswagen Stiftung gefördertes Forschungsprojekt zum Frühwerk Riemenschneiders, in dessen Rahmen das Rothenburger Franziskus-Retabel restauriert wurde. Die Ergebnisse dieses Forschungsunternehmens wurden 1981 in der Würzburger Ausstellung »Tilman Riemenschneider – Frühe Werke « der Öffentlichkeit präsentiert.

Eintritt frei.
Vortrag im Rahmen der Reihe Rothenburger Diskurse.



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